Horst Lothar Renner

Ein Gedicht

nebenbei

ich lebe mein leben
kaum noch gehend
so nebenbei

ich bereite mich vor
kaum noch atmend
auf das nichts

ich spreche mit mir
kaum verständlich
nach aussen stumm

ich löffle die suppe
ich esse sehr wenig
ich trinke nur wasser
ich ahne den schmerz
ich rieche moder
ich sehe gespenster
ich höre ein klopfen
ich fühle mich schwach

und

ich spiele
ich spiele nicht mehr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.